Schließen Teilen



Währung EUR
Sprache at




-






































-


-


-



Suche nach Referenznummer oder Stichwort

Immobilienverkauf




Verkauf einer Immobilie in Österreich

Jedes Bundesland hat sein eigenes Immobilienrecht.
  • Grundverkehrsgesetze werden nicht von der Zentralregierung in Wien, sondern von den Ländern selbständig geregelt.
  • EU-Ausländer genießen dieselben Rechte wie Österreicher
  • Für nicht EU bzw. EWR Bürger gilt die behördliche Genehmigungspflicht  für Grunderwerb. Dies unterschiedet sich in jedem Bundesland
  • Diese Genehmigung muss dem Grundbuchamt vorliegen, bevor dort die rechtskräftige Eigentumsumschreibung erfolgt.
  • Im Falle der Kaufabwicklung über einen Makler oder ein Kreditinstitut ist jeweils ein schriftlicher Kaufvertrag Gesetz.
  • Der Kaufvertrag muss den Namen der Gemeinde, in der sich die Immobilie befindet, eventuelle Miteigentumsanteile sowie eine Beschreibung der Immobilie enthalten.
  • Die notarielle Beurkundung des Kaufvertragsinhalts ist nicht zwingend notwendig, wohl aber die Beurkundung der Echtheit der Unterschriften von Käufer und Verkäufer.
  • Die Kaufsumme zahlt der Käufer in der Regel auf ein notariell geführtes Anderkonto. Erst nach der Eintragung ins Grundbuch kann der Verkäufer über das Geld verfügen.
  • In den meisten Bundesländern bestehen Beschränkungen hinsichtlich des Erwerbs von reinen Ferienwohnsitzen.
  • In welchen Gemeinden Zweitwohnsitze überhaupt gekauft werden dürfen, wird von der jeweiligen Landesregierung per Widmung festgelegt.
  • Wer einen Erstwohnsitz erwirbt, wird in Österreich steuerpflichtig.
Preisfindung der Immobilie

Immer wieder ergibt sich folgende Frage bei der Immobiliensuche: ist der Preis angemessen? Die Angst etwas zu billig zu verkaufen oder die Angst etwas zu teuer zu kaufen, beherrscht beide Seiten solange, bis das Geschäft unter Dach und Fach ist.  Befragen Sie Ihren At Home Makler zu diesem Thema!

Der professionelle Ansatz

1. Fragen Sie unverbindlich zwei bis drei Makler wie diese den Markt sehen. Gute Makler kennen den Markt! Wenn Sie sich entscheiden, Ihre Immobilie in die Hände eines Maklers zu legen, dann nehmen Sie jenen Makler, der Ihnen ein seriöses Konzept vorlegen kann.

Fragen Sie beim Verkauf einer Immobilie nach der Präsentation Ihres Objektes und welche Kontakte der Makler hat.

2. Prüfen Sie den Markt mit Hilfe der Immobiliensuche. Suchen sie ähnliche Objekte, definieren Sie Größe, Lage, Alter, Zusätze wie Garten, Terrasse, und schreiben Sie die Preise in eine Liste. Dazu muss man oft die Suche entsprechend verfeinern, wenn es zu viele Objekte gibt.

3. Seien Sie selbstkritisch über den Zustand des Objektes: Wann wurde es erbaut, wann und wie wurde es renoviert?

4. Für Verkäufer ist es oft frustrierend zu sehen wie Andere ein Objekt bewerten. Gerade bei Objekten, in die viel Liebe bei der Einrichtung oder in die Erhaltung gesteckt wurde, kann mit etwas Objektivität feststellt werden, dass es abgewohnt ist. Fliesen und Bodenbeläge sind zu Zeitzeugen geworden und ein neuer Besitzer sieht das Objekt mit anderen Augen.

Aus diesen Gründen ist ein möbliertes Objekt keineswegs teurer zu bewerten, als ein leerstehendes Objekt. Potentielle Interessenten können sich oft bei eingerichteten Objekten nicht vorstellen wie es leer mit frisch gestrichenen Wänden aussieht.

5. Entscheiden Sie, ob eine "make up" - Renovierung, d.h. Zeitzeugen entfernen, Boden schleifen, Wände streichen etc. für Ihr zu verkaufendes Objekt sinnvoll ist. Meistens ist es dann viel leichter zu vermarkten, auch wenn vorab Einiges zu investieren ist.

6. Überlegen Sie wie preisflexibel Sie sind. Teurer zu verkaufen, bedeutet längeres Warten und auf dem Objekt eventuell sitzen zu bleiben. Der Ansatz mit dem viele an den Verkauf herangehen heißt oft: Ich versuche es zuerst einmal teurer, billiger kann ich immer noch werden.

Man vergisst oft die Kosten von 1, 6 od. 12 Monaten Leerstand, Inseraten und Besichtigungen.

Formale Anforderungen eines Kaufvertrages

  • Der Vertrag muss in schriftlicher Form verfasst werden
  • Die Verträge müssen durch einen Anwalt, oder durch einen Notar gezeichnet werden.
Ohne die oben erwähnten Punkte wird das Erwerben der Immobilie nicht ins Grundbuch eingetragen!

Obligatorische Punkte eines Kaufvertrages

Die Vertragsbestimmungen sind im Grunde genommen immer die Gleichen, wir erwähnen daher nur die wichtigsten Punkte, welche unbedingt eingehalten werden müssen
  • Vor- und Zuname der Vertragsparteien (siehe Lichtbildausweis),Geburtsdaten, Zustelladressen; bei juristischen Personen: Angabe der Firmenbuchnummer und des vertretungsbefugten Organs.
  • die Erklärung der Parteien in Bezug auf Staatsangehörigkeit;
  • die besonderen und spezifischen Details des Kaufgegenstandes (genaue Adresse, Grundbuchnummer, Einlagezahl)
  • Kaufpreis
  • Haftungsfragen bei Sach- und Rechtsmängeln
  • Eintragung des Übergabetermins und das Recht auf Regressansprüche, falls der vertraglich vereinbarte Termin vom Verkäufer nicht eingehalten wird.
  • Datum und Ort der Ausfüllung
  • Unterschrift von allen erwähnten Parteien des Vertrages (auch Zeugen) auf jeder Seite, wenn die Dokumente aus mehreren Seiten bestehen.
  • Unterschrift des Notars
Weitere wichtige Informationen, die im Vertag sein müssen

  • Details der Bezahlung (Termine, Summen)
  • mögliche Hypothek
  • Name der Bank, welche die Hypothek ermöglicht
  • Währung
  • Datum der Übergabe
  • Bewegbare Möbelstücke, die in der Immobilie bleiben werden
Wichtige Ratschläge

Regeln, die eingehalten werden müssen, um einen Betrug  zu vermeiden
  • Lesen Sie alle Dokumente sorgfältig durch
  • Handeln sie sorgfältig und durchdacht beim
Lesen und Interpretieren der Dokumente

Lesen Sie den endgültigen Vertrag gründlich und sorgfältig durch, vergleichen Sie ihn mit dem Entwurf, um  Missverständnisse und Schreibfehler zu vermeiden. Sollten Sie darauf verzichten, kann diese Nachsichtigkeit zu einem Prozess oder dem Verlust der Immobilie führen.

Pflichten der Parteien

  • Pflichten des Verkäufers
Der Verkäufer ist zur Übergabe des Objektes verpflichtet insofern er den im Kaufvertrag definierten Kaufpreis erhalten hat.
  • Pflichten des Käufers
Der Käufer ist verpflichtet, den Kaufpreis fristgemäß zu zahlen.
Der Verkäufer soll den Käufer über alle wichtigen Einzelheiten der Immobilie informieren, auch bezüglich seiner Rechte und Pflichten. Diesbezüglich soll der Verkäufer dem Käufer alle nötigen Dokumente vorlegen.